Die beiden zuerst genannten Burgen wurden bereits im Rahmen der entsprechenden Orte beschrieben. Die Burg von Alaró erhebt sich auf einer Anhöhe und überblickt einen großen Teil der Ebene Mallorcas. Der genaue Bauzeitpunkt ist unbekannt, muss jedoch weit zurückliegen. In der Geschichte wird erwähnt, dass eine Gruppe Einheimischer in der Burg acht Jahre und fünf Monate lang dem Ansturm der Mauren widerstanden, die zwischen 902 und 903 die Insel eroberten. Der ummauerte Bereich der Festung folgt den Höhenunterschieden des Terrains. Heute sind noch fünf Türme erhalten, von denen zwei die Zugänge zum Inneren bewachen. Ebenfalls erhalten sind fünf Zisternen, von denen eine wahrscheinlich der einzige Überrest der arabischen Bestandteile des Bauwerks ist. Eine der bekanntesten Legenden Mallorcas spielt an diesem Ort. Sie erzählt von den beiden Kriegern Cabrit und Bassa, die sich der Eroberung durch Alfons den Liberalen im Jahr 1285 entgegengesetzt und den Namen des Königs verspottet hatten. Das Wortspiel ist etwa folgendermaßen zu erklären: Die frühere Form von Alfons war Anfós, ein Wort, das auf Katalanisch jedoch auch den Riesenzackenbarsch bezeichnet. Die beiden Ritter behaupteten, die Anfosos seien nur zum Aufessen gut, woraufhin der König sie dazu verurteilte, wie Zicklein (katalanisch Cabrit) langsam in der Glut geschmort zu werden.