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1. Route Raimundus Lullus: Miramar, Randa (Gràcia, Sant Honorat, Cura) und Umgebung
2. Kirchen der Wiederbesiedlungszeit: Castellitx, Santa Lucía, Sant Pere d’Escorca, Santa Ana, Sant Miquel de Campanet, La Sangre in Muro, Santa Fe in Palma
3. Route des Eroberungszugs des Königs Jaime
4. Route der Felsenburgen: Santueri, Castillo del Rey, Alaró |
Für den Zeitraum zwischen der Landung der Truppen des Königs Jaime I. an der Küste Mallorcas im September 1229 bis zu ihrem Einzug in Madina Mayurqa (31. Dezember 1229) vermischen sich in der Überlieferung Geschichte und Legende. Es ist interessant, dieser doppelten Spur zu folgen, die uns - abgesehen von Palma - in die heutigen Gemeindegebiete von Andratx und Calvià führt. Die Sehenswürdigkeiten sind folgende:
- Sant Elm. Die Schiffe legten an der Insel Sa Dragonera und am Strand von Sant Elm an. Der Legende zufolge wurde die erste heilige Messe fern der iberischen Halbinsel auf der Felseninsel Pantaleu gefeiert, die unweit des mallorquinischen Festlandes dem Strand vorgelagert ist. Dort gab es einen Wassertrog, in dem der König der Sage nach sein Pferd getränkt hatte, der aber im Jahr 1868 von Revolutionären zur Beseitigung feudalherrschaftlicher Reste zerstört wurde. An diesem Ort wurde der König von dem Mauren Ali aufgesucht, der zum Eiland geschwommen war, um den Herrscher über die Lage auf der Insel zu informieren. Eine weitere Sage berichtet von einem Adler, der über dem Haupt des Königs einen Stoßdegen fallen ließ und deshalb seitdem als Königsadler bezeichnet wird. Interessierte Reisende sollten den Turm besichtigen, der auf einer Anhöhe am Strand steht und dessen Bau im 13. Jh. begonnen wurde.
- Santa Ponça. In der Gran Vía de la Cruz befindet sich ein großes Kreuz, das an die Landung der Truppen erinnert. Es wurde 1929 zum siebenhundertsten Jahrestag der Eroberung aufgestellt, 1975 von einem Blitz zerstört und später wieder aufgebaut.
- Capilla de Sa Pedra Sagrada. Kapelle an der Landstraße von Palma nach Andratx am Kilometer 15 zwischen Palma Nova und Santa Ponça. Sie wurde ebenfalls 1929 errichtet. Im Inneren befindet sich ein Stein, der der Sage nach während der ersten Messe auf der Insel als Altar fungierte. Wahrscheinlich war der Stein schon seit dem Altertum ein Kultobjekt.
- Collado de Sa Batalla. Am gleichen Ort, wo es zum dramatischsten Zusammenstoß zwischen den maurischen und katalanischen Truppen kam.
- Auch der hinter der Kapelle befindliche Monte del Rey steht mit der Schlacht in Zusammenhang.
- Cruz de los Montcada, außerhalb von Palma Nova direkt neben der Schnellstraße rechts in Richtung Palma. Das Kreuz erinnert an den Tod der katalanischen Edelleute Guillem und Ramon de Montcada, die Onkel und Neffe waren und in der Schlacht fielen. Es handelt sich um ein anmutiges schmiedeeisernes Kreuz von besonderer Schönheit, das von Erzherzog Ludwig Salvator gestiftet und 1887 aufgestellt wurde. In der Gegend befand sich auch die so genannte Pinie von Moncada, an der die beiden Adeligen der Sage nach aus dem Leben schieden.
- Castillo de Bendinat an der Autobahn von Palma nach Palma Nova rechter Hand in Fahrtrichtung Palma. Ein sehr alter Landsitz aus der Zeit der Mauren, obwohl das heutige Bauwerk im neugotischen Stil errichtet wurde. Einer Sage nach bekam es seinen Namen, weil die Truppen dort aufgrund der Nahrungsmittelknappheit nur ein karges Mahl zu sich nehmen konnten und der König danach sagte: „Gut gespeist“ (Ben dinat auf Katalanisch). Tatsächlich ist der Name islamischen Ursprungs und wurde katalanisiert.
- Sierra de Na Burguesa. Der König erwähnt die hinter der Stadt liegende Bergkette und den hervorragenden Blick, der sich von dort aus über die Medina bietet. Auf den vielen Waldwegen kann man die Sierra zu Fuß erwandern. Per Auto gelangt man auch zu dem ganz oben befindlichen Restaurant mit Aussichtsterrasse.
- Das Monasterio de la Real wurde schon im Rahmen des Lullus-Rundgangs durch die Stadt erwähnt. Wie es scheint, kampierte der König während der Belagerung an dieser Stelle, doch fehlen dafür einschlägige Belege. Der Sage nach leitet sich der Name des Klosters von der Präsenz des Königs ab, was jedoch nicht den Tatsachen entspricht. Vom Kloster geht der so genannte Camino del Rey, der zum Collado de Sa Batalla (Anhöhe der Schlacht) führende Königsweg aus. Zahlreiche Wegstücke sind jedoch nicht mehr vorhanden oder wurden zum Bau neuer Verkehrwege genutzt.
- Der Standort des früheren Stadttors Puerta de la Conquista befindet sich bereits in Palma, genauer gesagt dort, wo die Straße San Miguel auf die Avenidas bzw. die Straße Marie Curie trifft. Durch das Tor in der maurischen Stadtmauer (das Stadttor Bab-al-Kofol oder Bab-al-Kalh) drangen die katalanischen Truppen in die Stadt ein. Ab diesem Zeitpunkt wurde es Stadttor der Eroberung, Santa Margarita-Tor, Esvaïdor-Tor oder Pintada-Tor genannt. Der Chronik des Königs Jaime I. zufolge war auch ein Ritter auf einem weißen Pferd zugegen, der als der Hl. Georg gilt. Dieser Heilige spielt in vielen Legenden um die Kämpfe zwischen Christen und Mauren eine Rolle. Nach der Eroberung wurde das Tor zwar wieder aufgebaut, Anfang des 20. Jh. aber abgerissen.
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